Kunst aus dem Stift

KONTRASTE – der Name ist Programm!!!

Deshalb lösen „die Kleckser“ aus dem Ansgarstift den „Salon des Refusés“ ab und bringen bis Mitte März eine ganz andere Stimmung und Farbigkeit in unsere Räume.
Es werden Arbeiten von 13 Malern gezeigt. Beim Namen dieser Gruppe sollte man sich nicht täuschen lassen: da wird alles Mögliche gemacht, aber kaum gekleckst. Und wenn mal, dann gezielt, als stilistisches Mittel.

Ganz im Gegenteil: Barbara Schael, die diese Gruppe seit acht Jahren einmal im Monat ehrenamtlich anbietet, seit sieben Jahren unterstützt von Bärbel Hinkfuß, berichtet zu diesem Thema und über die Gruppe im Ganzen:
„Unsere Teilnehmer liegen altersmäßig zwischen Mitte vierzig und fast hundert Jahren. Die meisten haben den zweiten Weltkrieg mitgemacht, sind in ganz anderen Zeiten groß geworden. Da spielte Malen kaum eine Rolle und wenn,dann war vor allem Sauberkeit und Genauigkeit angesagt. Um den Teilnehmern nun einen persönlichen Ausdruck zu ermöglichen, mussten sie erst einmal „das Klecksen“ lernen, das Freie, das Spontane. Seitdem das erreicht ist, herrscht eine entspannte kreative Atmosphäre in der Gruppe. Diese bleibt erhalten, auch wenn durch Krankheit oder Tod immer wieder Einzelne verabschiedet und Neue willkommen geheißen werden.“

Für den Betrachter ist es berührend und herausfordernd, wie sich in den Arbeiten, von denen manche auf den ersten Blick kindlich wirken, bei genauerem Hinsehen die Gefühle und Erfahrungen eines langen Lebens wiederfinden lassen. Da trifft losgelöste Heiterkeit und Unbekümmertheit auf leise Töne von Einsamkeit oder Trauer, auf kleine Bissigkeiten, auf unkindliche Perspektiven oder „Handschriften“.

Alles in Allem sind diese Bilder für jeden eine Bereicherung, weil sie uns erzählen von den kleinen Schätzen, die auch in der letzten Lebensphase, vor der wir uns gerne mal fürchten, noch gehoben werden können.

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